erich mühsam in der galerie olga benario

Ab 15. Januar bis 30. April 2015

AUSSTELLUNG

„Menschen, lasst die Toten ruhn und erfüllt ihr Hoffen!“

Erich Mühsam.

Dichter – Anarchist –
Kriegsgegner – Antifaschist

Zeugnisse, zusammengestellt von Hans Hübner

Dokumente, künstlerische Darstellungen, Fotos, Bücher und Texte geben Auskunft darüber, wofür Erich Mühsam lebte und kämpfte. 1933 wurde er in der Hufeisensiedlung in Berlin-Neukölln verhaftet, 1934 im KZ Oranienburg ermordet. Warum sein Schicksal und sein Werk bis heute bewegen, dem gehen die Ausstellung und die Veranstaltungen nach.

Veranstaltungen 2. Teil

Do 12.03. 19:30 Uhr „Barnimstraße 10. Das Berliner Frauengefängnis 1868–1974“. Claudia von Gélieu stellt die vollständig überarbeitete Neuauflage ihres Buches vor.
Do 19.03. 19:30 Uhr „Anarchisten im KZ Sonnenburg“ Gespräch mit Kamil Majchrzak, Aktivist und Mitbegründer des Internationalen Arbeitskreis zum Gedenken an die Häftlinge des KZ und Zuchthauses Sonnenburg bei der Berliner VVN-BdA
Do 26.03. 19:30 Uhr „Die Befreiung der Gesellschaft vom Staat“. Ein Vortrag über Leben und Werk Erich Mühsams anläßlich der Neuausgabe des Buches von Dr. Seltsam
Do 9.04.

19:30 Uhr

„Rotmord“. Epochales, heftig diskutiertes Fernsehspiel aus dem Jahr 1968 nach dem Theaterstück Toller“ von Tankred Dorst, in dem die Geschichte der Münchner Räterepublik von ihrem Beginn zu ihrem tragischen Scheitern nacherzählt wird. BRD 1968, Regie Peter Zadek
Do 16.04. 19:30 Uhr „Max Hoelz“ Dokfilm von Günter Jordan, DDR 1989, 40 Minuten
Do 23.04. 19:30 Uhr „Sacco und Vanzetti“. Dramatisierte Rekonstruktion einer zur Legende gewordenen Episode aus der amerikanischen Justizgeschichte. Regie: Giuliano Montaldo, Italien 1977, 124 Min.
Fr 24.04. 19:30 Uhr Biografische Lesung: Chris Hirte (Hg.) stellt Erich Mühsam und seine „Tagebücher“ vor, es liest Evelyn Rahm.
Do 30.04. 19:30 Uhr „Wo bleibt Ihr nur Genossen meiner Zeit?“ Der singende Tresen stellt sein Erich Mühsam Programm vor.

Galerie Olga Benario, Richardstr. 104, 12043 Berlin-Neukölln
U 7: Karl-Marx-Straße (Ausgang „Kienitzer Str.“ und durch die Passage)

Infos: 680 59 387 oder 626 16 51
E-Mail: forum, Internet: www.galerie-olga-benario.de

Aktuelle Infos im Internet: www.galerie-olga-benario.de/feed/

Öffnungszeiten: bei den Veranstaltungen und auf Anfrage

Spendenkonto: Berliner Volksbank BLZ 100 900 00 Konto 71 56 36 10 08

03.-09. November – 25 Jahre Klangwerkstatt Berlin

die Klangwerkstatt Berlin feiert vom 3.-9. Novemberihr25jähriges Bestehen mit einem einwöchigen Festival in den Sophiensaelen. Am Donnerstag, den 30. Oktober laden wir um 11 Uhr zu einem Pressegespräch in die Sophiensaele ein.

Festival Neue Musik
25 JAHRE KLANGWERKSTATT
03.-09. November
Aktuelle Musik über Genre- und Generationengrenzen hinweg in experimentierfreudigen, lebendigen und erstklassigen Aufführungen zu präsentieren – dafür steht seit 25 Jahren die Klangwerkstatt, das älteste, durchgehend existierende Festival für Neue Musik in Berlin. Ihr 25jähriges Jubiläum feiert die Klangwerkstatt mit einem besonders umfangreichen Programm mit Klanginstallationen, Musiktheater und hochkarätigen Ensemblekonzerten in den Sophiensaelen. Ein besonderer Höhepunkt ist die elektroakustische Inszenierung

„omöohhhno pahtuuontudonthose“ von Mouse on Mars-Mitglied Jan St. Werner und Kollegen.

MIT Ensemble Zwischentöne, Ensemble Mosaik, Sonar Quartett, Schwelbrandorchester, Opera Lab Berlin, Jan St. Werner, Michael Rauter, Matthias Badczong, Christine Paté, Matthias Bauer, Annapaola Leso, Ensemble Jungemusik, Ensemble Progress, Ensemble Multiphon, Landesjugendensemble Neue Musik Berlin-Brandenburg, Experimentierfalten, Sylvia Hinz, Mareike Albrecht, Freie Jugendorchesterschule Berlin, Georg Klein

Save the Date!
PRESSEGESPRÄCH

Donnerstag, 30. Oktober, 11 Uhr
>> Um Anmeldung wird gebeten unter rindermann

Sophienstraße 18

10178 Berlin

T +49 (0)30 27 89 00 55

F +49 (0)30 28 35 267

www.sophiensaele.com

Retrospektive Pier Paolo Pasolini – 13.9. bis 17.10. 2014 im Kino Arsenal

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Liebe Freunde des Arsenal,

Filmemacher, Schriftsteller, Lyriker, Theaterregisseur, Essayist, Maler, Schauspieler – Pier Paolo Pasolini (1922–1975) gehört zu den vielseitigsten, einflussreichsten und radikalsten Künstlern und Intellektuellen des 20. Jahrhunderts. Seine Filme, Romane und Essays haben im Nachkriegseuropa Zäsuren und Maßstäbe gesetzt, provoziert und polarisiert, Skandale und Kontroversen ausgelöst, gesellschaftliche Diskussionen initiiert. Seine Werke sind mittlerweile in die Film- bzw. Literaturgeschichte eingegangen, ohne sich dabei in ein Schema pressen zu lassen. Pier Paolo Pasolini war und ist ein Singulär, bewegte sich zeitlebens außerhalb von künstlerischen, politischen oder gesellschaftlichen Konventionen, war widersprüchlich, kompromisslos, kämpferisch und ungeheuer produktiv.
In Zusammenarbeit mit dem Italienischen Kulturinstitut Berlin und der Ausstellung „Pasolini Roma“ im Martin-Gropius-Bau präsentiert das Arsenal vom 13. September bis 17. Oktober 2014 eine vollständige Retrospektive der Filme von Pier Paolo Pasolini. Dazu zeigen wir fünf Dokumentationen zu Pier Paolo Pasolini. Das Programm wird begleitet von Einführungen und Diskussionen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Für weitere Informationen:www.arsenal-berlin.de
ticket oder 030-26955-100 (Mo-Fr bis 17h)

Inhalt

Retrospektive Pier Paolo Pasolini 13.9. bis 17.10. 2014 im Kino Arsenal

Retrospektive Pier Paolo Pasolini 13.9. bis 17.10. 2014 im Kino Arsenal

Zwischen seinem bahnbrechendem Debüt ACCATTONE (1961) und seinem gewaltsamen Tod Ende 1975, kurz nach Fertigstellung seines letzten Films SALÒ, drehte Pier Paolo Pasolini in rascher Folge über 20 Spiel- und Dokumentarfilme unterschiedlichster Form und Länge.
In seinen Filmen widmete sich Pasolini immer wieder den Randzonen der Gesellschaft, dem Subproletariat, bearbeitete griechische Mythen ebenso wie das Matthäus-Evangelium, thematisierte Sexualität und Tod, Katholizismus und Marxismus; sein Denken kreiste um philosophische, politische oder soziale Fragen. Härte und Zartheit, Monumentalität und Kargheit, Dokumentarisches und Mythisches, unterschiedliche Zeitebenen, Stile, Einflüsse finden in seinem „Kino der Poesie“ auf beeindruckende, unverwechselbare Weise zusammen.

Filmprogramm

Sa 13.9., 19.30h Eröffnung mit einer Einführung von Roberto Chiesi (Centro Studi Pier Paolo Pasolini, Bologna) & Fr 26.9., 21.15h

So 14.9., 19h mit einer Einführung von Roberto Chiesi (Centro Studi Pier Paolo Pasolini, Bologna) & Sa 20.9., 19h
In den 60er Jahren beteiligte sich Pasolini an zahlreichen Omnibusfilm-Projekten. Wir zeigen drei der äußerst selten zu sehenden Episoden, die zu den schönsten Werken Pasolinis gehören, in einem Kurzfilmprogramm:
LA TERRA VISTA DALLA LUNA The Earth as Seen from the Moon Pier Paolo Pasolini Italien/ Frankreich 1967 OmE 31‘
CHE COSA SONO LE NUVOLE? What Are the Clouds? Pier Paolo Pasolini Italien 1968 OmE 22’
LA SEQUENZA DEL FIORE DI CARTA The Paper Flower Sequence Pier Paolo Pasolini Italien/ Frankreich 1969 OmE 10’

So 14.9., 20.30h mit einer Einführung von Roberto Chiesi & Mo 29.9., 19h
LA RABBIA DI PASOLINI The Rage of Pasolini Pier Paolo Pasolini Italien 1963 OmE 81‘

Mo 15.9., 20h & Mi 24.9., 19h
COMIZI D’AMORE Love Meetings Pier Paolo Pasolini Italien 1964 OmE 92’

Di 16.9., 20h & So 21.9., 19.30h
Vorfilm: LA RICOTTA Pier Paolo Pasolini Italien/Frankreich 1962 OmE 35‘
MAMMA ROMA Pier Paolo Pasolini Italien 1962 OmE 105‘

Do 18.9., 20h
PASOLINI L’ENRAGÉ Pasolini, the Rebel Pier Paolo Pasolini Frankreich 1966 OmE 65‘

Fr 19.9., 19.15h
SOPRALUOGHI IN PALESTINA PER IL VANGELO SECONDO MATTEO In Search of Locations for The Gospel According to Matthew Pier Paolo Pasolini Italien 1963 OmE 52’
APPUNTI PER UN FILM SULL’INDIA Notes for a Film about India Pier Paolo Pasolini Italien 1986 OmE 52’

Fr 19.9., 21h & Do 25.9.,19.30h
IL VANGELO SECONDO MATTEO The Gospel According to Matthew Pier Paolo Pasolini Italien/Frankreich 1964 OmE 137’

Sa 20.9., 20.30h & Di 23.9., 19h
Vorfilm: TOTÒ AL CIRCO Pier Paolo Pasolini Italien 1966 OmE 8‘
UCCELLACCI E UCCELLINI Hawks and Sparrows Pier Paolo Pasolini Italien 1966 OmE 89‘

Mo 22.9. 19.30h
A FUTURA MEMORIA: PIER PAOLO PASOLINI In Remembrance: Pier Paolo Pasolini Ivo Barnabó Micheli Italien 1985 OmE 115’

Di 23.9. 21h & Do 2.10.19h
EDIPO RE Oedipus Rex Pier Paolo Pasolini Italien 1967 OmE 104‘

Mi 24.9. 21h & Di 14.10. 19h
TEOREMA Theorem Pier Paolo Pasolini Italien 1968 OmE 100‘

Fr 26.9., 19.30h, zu Gast: Cathy Lee Crane
PASOLINI’S LAST WORDS Cathy Lee Crane USA 2012 OmE 61‘

Sa 27.9., 19.30h, mit einer Einführung
12 DICEMBRE Giovanni Bonfanti/ Idee: Pier Paolo Pasolini Italien 1972 OmU 104’

So 28.9., 19.30h & Fr 3.10., 20.30h
MEDEA Pier Paolo Pasolini Italien/Frankreich/BRD 1969 OmE 89‘

Mo 29.9., 21h & Di 14.10., 21h
PORCILE Pigpen Pier Paolo Pasolini Italien 1969 OmE 98‘

Di 30.9., 19.30h, zu Gast: Philo Bregstein
WIE DE WAARHEID ZEGT MOET DOOD Whoever Says the Truth Shall Die Philo Bregstein Niederlande 1981 OmE 61‘

Im Oktober wird die Retrospektive Pier Paolo Pasolini mit folgenden Filmen weitergeführt:

Do 2.10., 19h
EDIPO RE Oedipus Rex Pier Paolo Pasolini Italien 1967 OmE 104‘

Do 2.10., 21h & Mi 15.10., 19h
IL DECAMERON The Decameron Pier Paolo Pasolini Italien/Frankreich/BRD OmE 110’

Fr 3.10., 19h
Vorfilm: LE MURA DI SANA’A The Walls of Sana’a Italien 1971 OmE 13’
APPUNTI PER UN’ORESTIADE AFRICANA Notes for an African Oresteia Pier Paolo Pasolini Italien 1986-1973 OmE 73’

Fr 3.10., 20.30h
MEDEA Pier Paolo Pasolini Italien/Frankreich/BRD 1969 OmE 89‘

Sa 4.10., 19h & Mi 15.10., 21h
I RACCONTI DI CANTERBURY The Canterbury Tales Pier Paolo Pasolini Italien 1972 OmE 123’

Sa 4.10., 21.15h & 16.10., 19.30h
IL FIORE DELLE MILLE E UNA NOTTE The Arabian Night Pier Paolo Pasolini Italien 1974 OmE 129’

So 5.10., 19h
PASOLINI PROSSIMO NOSTRO Pasolini Next To Us Guiseppe Bertolucci Italien 2006 OmE 59’

So 5.10., 20.30h & 17.10., 20h
SALÒ O LE 120 GIORNATE DI SODOMA Salò or the 120 Days of Sodom Pier Paolo Pasolini Italien/Frankreich 1975 OmE 114’

Di 14.10., 19h
TEOREMA Theorem Pier Paolo Pasolini Italien 1968 OmE 100‘

Di 14.10., 21h
PORCILE Pigpen Pier Paolo Pasolini Italien 1969 OmE 98‘

Das kommentierte Filmprogramm können Sie auf der Arsenal Website nachlesen

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Italienischen Kulturinstitut Berlin, Luce Cinecittà, dem Centro Studi – Archivio Pier Paolo Pasolini / Cineteca Bologna, Minerva Pictures und dem Martin-Gropius-Bau.

Magical History Tour: Stimme, Sprache, Sprechen im Film,1.-31.8. im Kino Arsenal

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Liebe Freunde des Arsenal,

im August widmen wir unsere Magical History Tour erneut dem Thema Stimme, Sprache und Sprechen im Film. Nicht allein die akustische Beschaffenheit, die Klangfarbe der Schauspielerstimmen und ihre vermeintlich „stimmige“ Einheit mit dem Filmbild verweisen auf die Macht der Stimme im Kino, sondern gerade auch solche Momente, in denen sich Stimmen und Sprache den Bildern widersetzen. In vielen der im Rahmen der Magical History Tour versammelten Filme wird dieses Spannungsverhältnis zum Grundbaustein und Ausgangspunkt des Plots. Doch auch das Spiel mit der Sprache, die Lust am Sprechen, den exzessiven Einsatz, die besondere Stilisierung, die Konfrontation von Sprachebenen und -stilen zeigen wir anhand einiger Beispiele.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Für weitere Informationen:www.arsenal-berlin.de
ticket oder 030-26955-100 (Mo-Fr bis 17h)

Inhalt

Magical History Tour: Stimme, Sprache, Sprechen im Film, 1.-31.8. im Kino Arsenal

Magical History Tour: Stimme, Sprache, Sprechen im Film, 1.-31.8. im Kino Arsenal

Programm

Fr 1.8., 19.30h & Di 5.8., 19.30h
LA MAMAN ET LA PUTAIN Die Mama und die Hure Jean Eustache F 1973 OmE 220‘
Alexandre (Jean-Pierre Léaud), ein junger Mann, der keinem Beruf nachgeht, lebt mit Marie (Bernadette Lafont) zusammen, kann jedoch seine frühere Geliebte nicht vergessen und versucht, sie durch einen Heiratsantrag zurückzugewinnen. Kurz darauf lernt Alexandre Veronika kennen und lässt sich auf ein Dreiecksverhältnis ein. Eustaches Studie über drei Personen, den Mikrokosmos Paris-St.-Germain-des-Prés und die französische Gesellschaft nach dem Trauma des Mai 68.

Sa 2.8., 20h, 6.8., 19.30h (Englische Fassung) & Do 7.8., 19.30h
DER BLAUE ENGEL Josef von Sternberg D 1929/1930 DT. OF 108‘
THE BLUE ANGEL Josef von Sternberg D 1929/1930 Engl. Fassung 108‘
Ein Versuch der Überwindung der mit Aufkommen des Tonfilms neu entstandenen Sprachbarriere war die Produktion von unterschiedlichen Sprachversionen ein- und desselben Films. Bis in die frühen 30er Jahre entstand so eine Reihe von Filmen mit fast identischen Plots, denselben Dekors und Technikern, zum Teil mit denselben Schauspielern, nur in unterschiedlichen Sprachen. Zur Illustration dieser gängigen Praxis zeigen wir Josef von Sternbergs berühmte Professor Unrat-Adaption in der deutschen und der englischen Sprachfassung mit dem Titel THE BLUE ANGEL. In beiden Fassungen zu sehen und zu hören sind Marlene Dietrich und Emil Jannings, dessen Englisch im Gegensatz zu seiner aufstrebenden Schauspielerkollegin phasenweise skurrile Züge trägt.

So 3.8., 19.30h & Fr 8.8., 20h
PASTORALI Otar Iosseliani UdSSR 1975 OmU 98‘
Ein Musiker-Quartett installiert sich den Sommer über in einem Dorf. Iosseliani erzählt die Geschichte eines Sommers, ohne den Anschein des Erzählens zu erwecken, multipliziert sie und fügt unendlich viele Anfänge neuer Geschichten ein. Tausend Details sind auf diese Art zu entdecken, mit Tierstimmen an Stelle von Dialogen und geduldigen, beinahe stummen Sequenzen der Charaktere beim täglichen Arbeiten. „Wie in den schönsten Stummfilmen beweist sich das Genie des Kinos in der poetischen Schilderung der Welt.“ (Claire Devarrieux)

Sa 9.8., 20h & Fr 15.8., 20h
SINGIN’ IN THE RAIN Stanley Donen Gene Kelly USA 1952 OF 100‘
Hollywood im Moment der Umstellung auf den Tonfilm. Eine erfolgsverwöhnte Stummfilmdiva unterliegt in Herzensdingen und was die berufliche Karriere angeht einer talentierten Tänzerin und deren Stimme. Kein Musical hat sich je wieder zugleich satirisch demontiert und grandios neu erfunden. Temperament, Technicolor und Perfektion markieren diesen filmischen Höhepunkt des Filmmusical-Genres.

So 10.8., 20h & Do 14.8., 19.30h
LE MÉPRIS Die Verachtung Jean-Luc Godard F/I 1963 OmU 103‘
„Das Wort erzeugt Verwirrung. Nie ist das Gesprochene auch das Gedachte oder das Vernommene auch das Gemeinte.“ (Helmut Merker) Die Missverständnisse sind weniger den vier unterschiedlichen Sprachen geschuldet, die im Film gesprochen werden, als diffusen Abhängigkeiten, fehlendem Verständnis und falschverstandenen Loyalitäten. Inmitten der zahlreichen Zitate und Verweise gerinnt das Sprechen zum Vehikel hohler Phrasen.

Di 12.8., 19.30h & Mi 20.8., 19.30h
FAREWELL MY LOVELIES Poto und Cabengo Jean-Pierre Gorin USA/BRD 1980 OmU 73‘
Gracie und Ginny Kennedy, Zwillingsschwestern aus Kalifornien, erregten in den 70er Jahren öffentliches Aufsehen, als sie eine eigene Sprache entwickelten. Dem Unbehagen, das diese von der Umwelt abgekoppelte Sprachgemeinschaft bei Fachleuten ebenso wie in der Öffentlichkeit hervorrief, begegnete man mit einem therapeutischen Eingriff, als dessen Resultat nur die sprachliche und damit soziale Wiedereingliederung der Mädchen gelten konnte. Gorin fokussiert in seinem Film die sozialen und politischen Dimensionen von Sprache und Kommunikation, indem er das aufgebauschte Medieninteresse an den Mädchen genauso untersucht wie die Umstände, unter denen das Zwillingspaar aufwuchs.

Mi 13.8., 20h & Sa 23.8., 20h
THE CONVERSATION Francis Ford Coppola USA 1974 OF 112‘
Verschwindende und wiederkehrende Stimmen aufgezeichneter Unterhaltungen, unterlegt von irritierenden elektronischen Interferenzen, bilden das akustische Leitmotiv von Coppolas minutiöser Studie vom Eindringen der Technik in die Intimsphäre des Menschen. Im Auftrag eines Firmenbesitzers belauscht Privat-detektiv Harry Caul ein junges Paar, bis er die beiden plötzlich in Lebensgefahr wähnt. Ein beeindruckendes Dokument über die Macht der körperlosen Stimmen und bilderlosen Sprache.

Sa 16.8., 19.30h & Do 21.8., 20h
BEESWAX Andrew Bujalski USA 2009 OmU 100‘
Junge Leute beim Abschied von der Unverbindlichkeit: Jeannie und Lauren sind Zwillingsschwestern und wohnen zusammen. Jeannie betreibt einen Secondhand-Laden. Sie fürchtet, dass ihre Teilhaberin eine Klage gegen sie anstrebt und sucht deshalb Rat bei ihrem Ex-Freund, der gerade sein Jurastudium abschließt. Lauren ist auf der Suche – nach einem Job und nach einem festen Freund. Bujalski ist einer der Protagonisten der sog. Mumblecore-Bewegung im US-amerikanischen Independent-Kino, geprägt durch improvisierende Laiendarsteller, Dialoglastigkeit und eine entdramatisierte Abbildung des Alltags.

So 17.8., 19.30h & Fr 22.8., 20h
L’ENFANT SAUVAGE Der Wolfsjunge François Truffaut F 1970 OmE 83‘
1797: Bei Aveyron wird ein Junge aufgegriffen, der offenbar seit Jahren im Wald gelebt hat und nur unartikulierte Laute ausstößt. Truffauts Drehbuch stützt sich auf den 1806 veröffentlichten Bericht des jungen Doktor Itard, der sich des Jungen annahm. Itard war, anders als seine Arztkollegen, der Meinung, der Junge sei nur durch mangelnden sozialen Kontakt und geringe kommunikative Fähigkeiten zurückgeblieben. Der Film zeigt die peniblen Schritte des Arztes, um dem Jungen das Sprechen beizubringen.

Mo 18.8., 19.30h & So 24.8., 19.30h
ANTIGONE Danièle Huillet, Jean-Marie Straub F/D 1991 99‘
Sophokles’ antikes Trauerspiel um Antigone, die ihren gefallenen Bruder gegen das Verbot des Herrschers von Theben beisetzt und dafür hingerichtet wird, dargeboten in einem Freilichttheater. „Das rhythmische Stocken, Vers um Vers, kommt aus der beherrschten Aufregung, im Sinne des Goethe’schen ‚Denn ich sprach nur aus, was in mir aufgeregt, nicht aber was ich gelesen hatte‘; und insbesondere haben die Sprecher, wenn sie ein Geschehen beschreiben oder erzählen, beständig das Bild, die Bilder davon in der Brust, bewahren diese im Reden, das ihnen so aufgeregt wie sachlich folgt und sich derart als Beschwörung anhört, dementsprechend natürlichst in Versform.“ (Peter Handke)

Di 26.8., 20h & Do 28.8., 19.30h
BRINGING UP BABY Leoparden küsst man nicht Howard Hawks USA 1938 OmU 102‘
Höchstmögliche Dialoglastigkeit bei überbordendem Wortwitz sind zwei Merkmale der amerikanischen Screwball Comedies. Der Klassiker des Genres ist BRINGING UP BABY, in dem das Leben des der Wissenschaft ergebenen Paläontologen David Huxley (Cary Grant) völlig aus seinen geregelten Bahnen gerät, als er die exzentrische Erbin (Katharine Hepburn) eines Millionenvermögens kennenlernt.

Mi 27.8., 19.30h & Sa 30.8., 20h
LES DOIGTS DANS LA TÊTE Die Finger im Kopf Jacques Doillon F 1974 OmU 101‘
Ein Sprechfilm im wahrsten Sinne. Bereits in seinem Debüt erkennt man verschiedene Elemente, die später konstitutiv für Doillons Arbeit werden: sein Interesse für die Welt der Kinder und Jugendlichen, die Arbeit mit Laien sowie die Dialoge und das Sprechen. Nachdem der Bäckerlehrling Chris gefeuert wurde, soll er sein Zimmer räumen. Stattdessen verbarrikadiert er sich mit Léon, Rosette und Liv in seiner Mansarde. Auf engem Raum sprechen die vier über ihre Wünsche, Träume und Ängste.

Fr 29.8., 20h & So 31.8., 19.30h
SUNSET BOULEVARD Boulevard der Dämmerung Billy Wilder USA 1950 OF 110‘
„Psss!“ – „Ich passe!“ In diesem Laut, fast tonlos gezischt von dem großen Stummfilm-Komiker Buster Keaton, steckt das Thema des Films: das Scheitern der Stummfilmschauspielerin Norma Desmond, die den mittellosen Drehbuchautor Joe Gillis an sich bindet und ihn in ihre Abhängigkeit bringt. Eine Studie über die fließenden Grenzen von Traum und Wirklichkeit, nachgezeichnet und kommentiert von Gillis’ Stimme aus dem jenseitigen Off.

Einladung zum nächsten gemeinsamen Protestgrillen gegen Agromex am Sonntag, den 18. Mai. 2 014 um 14 Uhr

Politischer Widerstand kann auch Spaß machen.

An jedem dritten Sonntag im Monat treffen wir uns jetzt regelmäßig zum gemeinsamen Protestgrillen.

Darum hier also die Einladung zum nächsten gemeinsamen Protestgrillen

gegen die Hochhauspläne der Firma Agromex am Treptower Spreeufer

am Sonntag, den 18. Mai. 2014 um 14 Uhr (bis ca. 17 Uhr)

Ort: am Treptower Spreeufer, Fanny-Zobel-Straße

Kaffe und Kuchen sowie ein Grill und eine schöne große Wiese direkt an der Spree sind vorhanden😉

Kommt also vorbei, bringt Musik, euren Grill und was dazugehört, eine Decke, Spiele, Kinder, Hunde, u.v.m. mit
und lasst uns gemeinsam diesen Sonntag auf der (noch) unbebauten Freifläche an der Spree genießen
frei nach dem Motto: SPREEUFER FÜR ALLE!

Diesmal werden wir warscheinlich auch ein erstes Hochbeet für einen Nachbarschaftsgarten anlegen!

LG vom Initiativkreis Mediaspree versenken!

P.s.: Leider erwarten wir nur 15 Grad bei einer Regenwarscheinlichkeit von 70 %, also denkt bitte an entsprechende Kleidung. Wie heißst es doch so schön: nur die Harten kommen in den Garten🙂

Bitte mitmachen: Aktion für Edward Snowden morgen vor dem Reichstag

Liebe Leute,

am kommenden Donnerstag will der NSA-Untersuchungsausschuss darüber entscheiden, ob Edward Snowden als Zeuge vor den Ausschuss geladen wird. Vor der Sitzung des Ausschusses wollen wir 191.000 Unterschriften unter den Appell Schutz für Edward Snowden an Mitglieder des Untersuchungsausschusses übergeben.

Bei der Aktion werden wir mit großen Masken darstellen, wie Sigmar Gabriel und Angela Merkel den Hinweisgeber Snowden aus dem
Untersuchungsausschuss aussperren wollen: Die beiden Politiker halten eine Tür zu, vor der Edward Snowden mit einem Koffer voll neuer Beweise steht.

Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern Campact und dem Whistleblower Netzwerk machen wir den unentschiedenen Abgeordneten klar: Echte Aufklärung ist nur mit Edward Snowden möglich.

Bitte unterstützt unsere Aktion und kommt dazu!

Zeit: Donnerstag, 8. Mai 2014, 9.30 Uhr

Ort: Direkt vor dem Reichstag, Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Stadtplan-Link

In Berlin: Elektronische Musik der feinsten Art

In Berlin: Elektronische Musik der feinsten Art

Öffentliches Konzert – gratis

100 Jahre Rathaus Schöneberg:
GlockenKlang: Freedom Bells & Wisdom Voices
ein Konzert für Notglocken, Elektronik und Voices

Sonntag, den 13.4.2014 um 19.30 Uhr
auf dem John-F-Kennedy-Platz vor dem Rathaus Schöneberg

Live: Wolfram Spyra, Steve Schroyder, Rainer von Vielen, Udo P. Leis & B. Ashra

Der Stadtteil Schöneberg ist von besonderer Bedeutung für die Geschichte der Elektronischen Musik. Vor etwa 44 Jahren gründete die Band Tangerine Dream hier in Schöneberg ihr erstes Studio. Vielen Elektronische Musik – Fans aus aller Welt ist die Schwäbische Strasse ein Begriff, wo in der Wohnung von Edgar Froese die ersten Ideen zu dieser völlig neuartigen Musikform entstanden.

Mit seiner Freiheitsglocke ist das Rathaus Schöneberg zu einem Symbol für >Freiheit< geworden. Die der amerikanischen >Freedom Bell< nachempfundene größte profan genutzte Glocke Berlins erklingt täglich im Schlagton e: Ihr Klang erinnert und mahnt an das mit ihr verbundene Freiheitsgelöbnis.
http://www.deutschlandradiokultur.de/die-freiheitsglocke.1234.de.html?dram:article_id=188964

Im Spannungsfeld von Freiheitsglocke und Berliner Schule überraschen fünf Musiker mit einer Auftragskomposition zu Ehren des 100jährigen Rathausjubiläums. http://www.klangwirkstoff.de/html-de/aktuell.html
https://www.facebook.com/events/473644452803494/?ref=22

Mit internetten Grüßen, Hans Cousto

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